Virtuelle Realität im Klassenzimmer: 8. Klässler der Jakob-Stoll-Schule erleben Unterricht der Zukunft
Am Montag, den 19. Januar, durften die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Jakob-Stoll-Schule in Würzburg ein besonderes Unterrichtserlebnis erfahren: Gemeinsam mit Lehramtsstudierenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg tauchten sie in die Welt der Virtual Reality (VR) ein.
Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts unter der Leitung von Frau Prof.in Dr. Silke Grafe und ihrer Mitarbeiterin Tamara Baumann vom Lehrstuhl für Schulpädagogik wurde die Unterrichtseinheit „Medienbildung mit Virtual Reality“ erstmals praktisch umgesetzt. Die Studierenden entwickelten die gesamte Einheit im Seminar „Transkulturalitätssensible Medienbildung im Social Mixed Reality Klassenzimmer“ und konnten sie nun im echten Klassenzimmer erproben.
Drei Lernmethoden im Vergleich
Die Schülerinnen und Schüler wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe arbeitete mit VR-Brillen, eine weitere sah ein begleitendes Video auf dem Tablet, und eine dritte Gruppe bearbeitete den Unterrichtsinhalt anhand eines klassischen Arbeitsblatts. Dabei stand im Mittelpunkt, die Medienlandschaft, Medieneinflüsse sowie Gestaltungsmerkmale exemplarisch anhand von Themen wie Berufsorientierung, Klimawandel oder Nachhaltigkeit kennenzulernen.
Reflexion mit Mentimeter
Nach der Arbeitsphase folgte eine gemeinsame Reflexion. Mithilfe eines Mentimeter-Feedbacks teilten die Jugendlichen ihre Eindrücke, zu denen die Studierenden anschließend vertiefende Fragen stellten und die Ergebnisse diskutierten. Dabei zeigten sich die Achtklässler besonders begeistert von den immersiven VR-Erlebnissen – „die Doppelstunde verging wie im Flug“, war von vielen zu hören.
Insgesamt standen 16 VR-Brillen zur Verfügung, die nach einer Einweisung künftig auch regelmäßig im Unterricht der Jakob-Stoll-Schule eingesetzt werden sollen. Schulleiter Alex Röhrer freut sich über die neuen Möglichkeiten: „Virtual Reality eröffnet uns spannende Wege, Unterricht erlebbarer zu gestalten.“
Unterstützt wurde das Projekt auch technisch von Roman Kruse, der für die Dienststelle des Ministerialbeauftragten der Realschulen in Unterfranken tätig ist. Ministerialbeauftragter Herr Ramsteiner lobt die gelungene Zusammenarbeit zwischen Universität und Realschulen der Stadt Würzburg, die beispielhaft für innovative Bildungskooperationen steht.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Ausbildung, schulische Praxis und moderne Technologie zusammenwirken können, um Lernen neu zu denken – real und virtuell zugleich.
Text: Roman Kruse, Fotos: Christian Freiburg